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Rückblick auf die Siegener Sommerakademie 2017

Forschung zur Lehrerbildung aus fächerübergreifender und internationaler Perspektive

Zum zweiten Mal richtete das Ressort Bildungsforschung des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB) vom 11. bis zum 13. September 2017 die Siegener Sommerakademie für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus. Zur Tagung eingeladen waren Promovierende und Habilitanden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich im Rahmen ihrer Forschungsarbeiten mit Aspekten zur Lehrerbildung beschäftigen.

Die Lehrerbildung als Forschungsfeld hat sich in den letzten Jahren inhaltlich wie auch forschungsmethodisch immer breiter aufgestellt. Vor allem Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler stehen deshalb vor der Herausforderung, sich mit ihren Forschungsvorhaben theoretisch wie empirisch überzeugend zu positionieren.

Genau hier setzte die Siegener Sommerakademie an: als forschungsorientiertes Forum zielte sie nicht nur auf die interdisziplinäre und internationale Zusammenführung und Vernetzung sowie den Austausch der teilnehmenden Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler untereinander sondern stellte darüber hinaus auch die intensive Beratung und Unterstützung der Promovierenden und Postdocs durch erfahrene Bildungsforscherinnen und Bildungsforscher in den Mittelpunkt. Als Expertinnen und Experten konnten für diese Aufgabe in diesem Jahr Prof. Dr. Hedda Bennewitz von der Universität Kassel, Prof. Dr. Petra Herzmann und Prof. Dr. Matthias Proske von der Universität zu Köln sowie Prof. Dr. Colin Cramer von der Eberhard Karls Universität Tübingen gewonnen werden. Sie beschäftigten sich bereits vorab ausführlich mit den Arbeiten der ihnen zugeteilten Teilnehmerinnen und Teilnehmer und konnten so während der Konferenz zwei Tage lang besonders intensiv und teilnehmerorientiert mit ihren jeweiligen Gruppen arbeiten.

Insgesamt 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 25 Standorten, darunter auch sechs aus Österreich und zwei aus der Schweiz, präsentierten während der drei Tage sich und ihre Forschungsarbeiten und diskutierten diese im Rahmen der Expertengruppen sowie - an Tag 3 - auch in forschungsmethodischen Workshops. Diese wurden zu den Themen „Dokumentarische Methode“ (geleitet von Dr. des. Kevin Stützel, Freie Universität Berlin & Dr. Adeline Hurmaci), „Quantitative Längsschnittstudien“ (geleitet von Dr. Andreas Seifert, Universität Paderborn), „Mixed Methods“ (geleitet von Dr. Stafan Rädiker, Methoden-Expertise.de) sowie „Objektive Hermeneutik“ (geleitet von Prof. Dr. Katharina Kunze, Georg-August-Universität Göttingen) angeboten.

Bereichert wurde das Programm zudem durch eine Keynote von Prof. Dr. Ewald Terhart (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) zum Thema „Forschung zur Lehrerbildung: Entwicklungslinien und Zukunftsaufgaben“. Terhart zeigte dabei in seinem Vortrag besonders die Komplexität und Aktualität des Forschungsfeldes auf, er thematisierte aber zugleich die mannigfaltigen Herausforderungen, denen sich Forscherinnen und Forscher bei der Bearbeitung des Forschungsbereichs stellen müssen. Den teilnehmenden Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern ermöglichte er damit eine gute Verortung ihrer eigenen Forschungsarbeiten.

Auch die Siegener Sommerakademie 2017 zeigte eindrücklich auf, wie vielfältig und facettenreich die Forschung zur Lehrerbildung aktuell inhaltlich und auch methodisch aufgestellt ist. In ihren Forschungsarbeiten beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bspw. mit Aspekten wie der Kompetenzentwicklung von Lehramtsstudierenden, Möglichkeiten zur Begleitung von schulischen Praxisphasen und ihrer Wirksamkeit, der Berufswahlmotivation von (angehenden) Lehrerinnen und Lehrern, der Frage nach relevanten Themen innerhalb der Lehrerbildung, forschendem Lernen im Praxissemester, digitalen Formen der Lehrerbildung und vielem mehr. Der intensive interdisziplinäre wie auch internationale Austausch von Forscherinnen und Forschern leistete dabei einen wichtigen Beitrag zur Sichtbarmachung gemeinsamer Forschungsanliegen und -perspektiven und unterstützte die Anbahnung standort- und fachübergreifender Kooperationen.

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